10.07.2006
Playoff-Teilnahme gesichert
Spiel 1:
Das Spiel der Hilden Wains gegen die ETV Hamburg Knights musste lange auf runs warten. Am Samstag waren die Ritterinnen aus Hamburg auf die lange Fahrt nach Hilden gegangen, nachdem sie am Vorabend bereits im DBV-Pokal Viertelfinale in Bremen angetreten waren. Offensichtlich steckte ihnen die lange Fahrt zu Beginn des Spiels auch noch in den Knochen, denn sie konnten ihre gewohnte Offensiv-Stärke nicht präsentieren.

So sollte das Spiel lange geprägt sein durch das starke Pitching auf beiden Seiten. Für die Wains, wie gewohnt Shirley Stein und für die Knights Michele Veselinovic im Kreis, die beide eine starke Vorstellung ablieferten.
Bis ins 7. Inning konnten beide Defensiv-Mannschaften die Gegner zu null halten, den Wains unterlief lediglich ein Error im 3. Inning, der jedoch ohne Folgen blieb, ansonsten verlief das Spiel fehlerfrei.
Im 7. Inning war der Bann dann für die Knights gebrochen, nach einem flyout gegen leadoff Leona Hitomi, kam Claudia Effenberg per hit-by-pitch auf Base. Es folgten vier singles, die für die ersten drei runs sorgten, ein strikeout unterbrach kurz die Schlagfreude der Hamburgerinnen, aber Anette Villa legte mit ihrem rbi single noch einen drauf und sorgte für eine 4:0 Führung aus Sicht der Knights.

Die Wains wollten sich nach diesem langen Kampf aber nicht geschlagen geben, Britta Sianen eröffnete mit einem hit-by-pitch, der folgende single von Nadine Fester brachte sie aufs 2. Base. Michele Veselinovic sammelte noch einmal ihre gesamte Kraft und Konzentration und schickte in dieser wichtigen Situation Shirley Stein per strikeout zurück ins dugout. Auf einen wildpitch konnten die Läufer jeweils aufs 2. und 3. Base vorrücken. Selbst ein single von der nächsten Schlagfrau ließ aber keine runs für die Wains zu, die jetzt mit bases loaded und nur einem Aus in einer aussichtsreichen Position waren.
Die nächste Schlagfrau Theresa Wachauf schaffte es mit ihrem kurz geschlagenen Ball nicht an Pitcher Veselinovic vorbei zu kommen, die ein routiniertes Aus an der Homeplate machte. Ein strikeout (Nr. 12) beendete das Spiel mit einem 4:0 aus Sicht der Knights.
Beste Schlagfrau auf Seiten der Hamburger, Kea Hammann mit 3 für 3 und 2 rbi`s.

Spiel 2:
Das zweite Spiel begann wie das erste, keine runs. Für die Wains weiterhin im Kreis Shirley Stein, für die Knights die Amerikanerin Meredith Cervenka. Im 1. Inning konnte kein Team einen Läufer auf Base bringen, im 2. schafften es die Knights zwar das 1. und 2. zu besetzen, konnten daraus aber kein Kapital schlagen.

Für die Wains brachte das 2. Inning 3 strikeout, aber auch den einzigen hit gegen Cervenka. Ein Bunt von Theresa Wachauf konnte von der Knights Defensive nicht für ein Aus verwehrtet werden. Im 3. Inning kam es zu einem ersten kleinen Einbruch bei Shirley Stein. Nachdem sie bei zwei Aus Meredith Cervenka mit einem IBB aufs Base gelassen hatte um die Bases zu laden, sorgten zwei weitere walks an Hintze und Hammann für die ersten runs des Spiels, bevor ein flyout die Offensive der Knights beendete. Die Wains fanden in ihrer Offensive keine Mittel gegen das starke Pitching von Cervenka und fanden sich drei Schlagfrauen später wieder in der Defensive. Für die Knights war der Knoten jetzt geplatzt nach walk an Anette Villa, brachte ein rbi triple von Mascha Körner den dritten run für die Knights. Die folgenden rbi singles von Hitomi, Alipour, Effenberg, Cervenka und Hammann ließ die Führung auf 8:0 ansteigen. Das 5. Inning brachte auf beiden Seiten keine Veränderung und so war das Spiel nach rekordverdächtigen 87 Minuten zu Ende.
Meredith Cervenka konnte wieder einmal mit eindrucksvollen Zahlen aufwarten: 5 IP; 16 BF; 1H; 11 K; 0 BB; 0 HP
Ein lupenreiner one hit shutout.

Durch diese beiden Siege und die Ergebnisse der anderen Teams in der BL Nord sichern sich die Hamburg Knights vorzeitig ihre Playoff-Teilnahme, die Platzierung steht allerdings noch nicht fest.

Die Knights bereiten sich zur Zeit intensiv auf den Auftritt beim Europapokal in Bollate (bei Mailand) vor und da kommt ihnen das Nachholspiel gegen die Holm Westend 69ers am Donnerstag Abend sehr entgegen.

Uli Lauven
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