26.08.2007
ETV Softball Damen kehren erfolgreich aus Prag zurück

Stehend v l n r: Brie Hout, Jenny Morisse, Michele Veselinovic, Claudia Effenberg, Denise Härtel, Lena Schütt, Ela Hintze
Kniend v l n r: Tanja Siemers, Afsoon Alipour, Valentina Mommer, Tanja Brenner, Afra Engelmann, Anna Braasch, Claudia Langholz
Es fehlen: Julia Hahn, Günes Jagenteufel
Mit einem sensationellen 4. Platz im Gepäck kehren die ETV Hamburg Knights vom Europapokal der Pokalsieger zurück. Sie können damit an ihre guten Leistungen im eigenen Land, wo sie sich zuletzt die "Nord-Meisterschaft" sicherten, anknüpfen.

Eine aufregende und anstrengende Woche liegt hinter den Spielerinnen und Trainern, mit 9 Spielen in 5 Tagen hatte man ein aufreibendes Programm zu absolvieren. Nach einer stressigen 10 Stunden-Anreise am Sonntag hieß es am Montagmorgen um 10:00 Uhr zum ersten Mal "Play Ball" für die Knights. Obwohl man sich gleich die erste 1:2 Niederlage gegen das Team aus London einhandelte, zeigten sich besonders die Trainer nach dem Spiel zufrieden mit der fast fehlerfreien Vorstellung ihres Teams. Der nächste Gegner, Moskovia, wartete bereits am gleichen Tag um 15:00 Uhr. Die Damen der ETV Knights zeigten der russischen Pitcherin, die später zur besten Werferin des Turniers gekürt wurde, wenig Respekt und konnten den 0:1 Rückstand in eine 4:1 Führung wandeln. Damit war die erste Sensation geschafft und der erste Sieg eingefahren.

Der Dienstag hielt für die Damen aus Hamburg die stärksten Gegner bereit, mit Legnano (Italien) und den Terrasvogels (Niederlande) mussten sie an einem Tag gleich gegen die beiden Turnier-Favoriten ran. Es kam wie es kommen musste, mit unschönen Niederlagen gegen beide Teams (1:15 und 0:9) konnten die Knights nicht an ihre sehr guten Leistungen vom Vortag anknüpfen.

Trotzdem stellte sich nicht die Niedergeschlagenheit ein, die sich bereits mehrfach in der Vergangenheit gezeigt hatte, sondern Kampfgeist und Siegeswille zeigte sich in den Gesichtern der ETV Damen. So überraschte es auch nicht, dass das Spiel vom Mittwochmorgen mit 6:0 gegen Antorcha (Spanien) gewonnen wurde. Am Nachmittag dann das erste "Endspiel" für die Hamburgerinnen, denn mit einem Sieg über die belgischen Vertreter wäre der Abstieg in den B-Pool kein Thema mehr gewesen. Es entwickelte sich eine heiße Aufholjagd der Knights, die einen Rückstand von 0:4 aufholen mussten, die Entscheidung fiel erst in der Verlängerung mit einem 5:4 für die ETV Damen. Das Turnierziel war bereits erreicht und hier und da wurde bereits gerechnet, ob auch nach oben noch was geht, doch zu kompliziert waren die Konstellationen der Ergebnisse. Am Donnerstag mussten die Knights zum ersten Mal nur ein Spiel absolvieren, es ging gegen die Wanderers (Österreich). Das Spiel war sehr spannungsgeladen und hätte nicht knapper ausgehen können. Dank einer exzellenten Team-Leistung in der Defensive, angeführt von den Pitchern Michele Veselinovic und Brie Hout konnte das Spiel mit 3:2 gewonnen werden. Die Freude war riesig, aber verstanden was man da geschafft hatte, das hatte noch niemand. Einige Stunden später, kurz vor dem gemeinsamen Abendessen ließen die Coaches Jan Kirchner und Uli Lauven dann die Bombe platzen, die Qualifikation für die Playoffs war geschafft, die weiteren Spiele hatten keinen Einfluss mehr darauf. So war das letzte Vorrundenspiel gegen Gastgeber Krc (Tschechien) nur noch Makulatur und die Niederlage wurde mit einem breiten Lächeln hingenommen, wusste man doch, dass man am Nachmittag gleich noch einmal gegen das gleiche Team ran muss.

Das Playoff-Spiel gegen Krc war dann letztendlich doch eine Nummer zu groß für die Knights, übermächtig zeigten sich die sehr aggressiv spielenden Damen aus Tschechien. Die Verletzung (ein Cut unter dem Auge), die sich Brie Hout im 1. Spielabschnitt zufügte, brachte zusätzliche Unruhe ins Team. Am Ende musste man sich vorzeitig mit 7:0 geschlagen geben.

Unglücklich war jedoch niemand, ein 4. Platz auf einem solchen Turnier, das gab es noch nie. Die Knights schaffen es auch ein Jahr nach ihrem Rekord mit dem 6. Platz auf dem Europapokal der Landesmeister, einen neuen Rekord aufzustellen. Wer diesen übertreffen will muss schon eine Medaille holen.

Uli Lauven
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