15.04.2007
Knapp und hoch verloren beim spannenden, ersten Heimspiel der Juniorinnen.
Nach den knappen Spielen gegen die Marines am letzten Wochenende gab es diesen Sonntag die Chance auf eine Revanche in unserer Ritterburg. Die Umstände schienen günstig: Die Temperaturen waren nahezu perfekt und unsere Zuschauerbühne erstaunlich gut gefüllt. Beklagen konnten sich unsere Zuschauer zunächst auch nicht. Das erste Spiel sollte eines der spannendsten und enttäuschensten Spiele unserer bisherigen Karriere sein.

Dank brillantem Pitchen von Robyn und einer konzentrierten Defensive schafften wir es die Marines im Schacht zu halten. Gleichzeitig zeigte sich unsere Offensive überwiegen stark. Es gab viele Schläge ins Outfield und jede Menge erfolgreiche Bunts.

Und so kam es dass es bei unserer letzten Offensiv- Aktion 12:9 für die Marines stand. Wir brauchten nur noch 4 Punkte für einen Sieg. Aufgeregte Stimmung machte sich in unserem Dugout breit, waren wir doch unserem Ziel so nahe.

Alice, Robyn und Lisa schafften es dann auch 3 Punkte zu scoren und damit auszugleichen. Nachdem Jenny mit einen Flyout und Janina durch ein Strike- Out wieder auf die Bank geschickt worden waren, lag es jetzt an Laura durch einen guten Schlag Vivi und Eva nach Hause zu holen und damit uns unseren ersten Ligasieg zu bescheren. Doch auch sie hatte kein Glück und wurde durch einen gefangenen Flyball gestoppt.

So blieb uns der letzte Punkt zum Sieg leider verwehrt aber dafür ging es für uns in eines der seltenen Extra- Innings. Und hier leider kippte unser bis dahin überragendes Spiel. Die Nerven machten einfach nicht mehr mit, die Erschöpfung war nach 2,5 Stunden jedem von uns anzusehen. Und so kam es, dass wir in diesem verhexten Inning einfach keine drei Aus schafften. Die Stimmung wurde angespannter und die Blicke und Zurufe verzweifelter. Es half nichts: Als wir endlich das Spielfeld verlassen durften hatten die Marine noch einmal 14 Punkte gemacht. Mehr als in den fünf Innings davor und unaufholbar für uns.

Das scheint wohl das Los der Extra- Innings zu sein: entweder ist man der glücklich Gewinner oder hat Wuttränen in den Augen, so wie wir. Wir waren dem Sieg so nah gewesen und mussten dann doch so eine Klatsche einstecken.

Dass wir uns trotz allem gegen eine Mannschaft, die letztes Jahr noch Verbandsliga gespielt hatte, gut geschlagen hatten, sah in diesem Moment keiner von uns.


Von der Enttäuschung des ersten Spiels konnten wir uns auch im zweiten Spiel nicht wirklich erholen. Zwar war die Stimmung wieder deutlich besser, schließlich haben wir ja schon viele Niederlagen weggesteckt und können damit umgehen, trotzdem kamen wir nicht mehr so gut ins Spiel wie am Vormittag. Die ersten drei Innings verliefen noch ganz solide wir konnten gut punkten und spielten auch in der Defensive wieder konzentrierter. Im vierten und fünften Inning aber schien die Luft endgültig raus. Und so gewannen die Marines auch dieses Spiel mit 33:11 Punkten.


Trotzdem kann man rückblickend eigentlich nur Positives sagen: Dieser Sonntag hat uns wieder mal viele Erfahrungen eingebracht und uns auch unsere Grenzen soweit gezeigt. Ich denke, wenn wir im Laufe der Saison eine bessere Kondition erlangt haben und auch nervlich stärker geworden sind, kann uns so ein Extra- Inning nichts mehr anhaben. Denn dass wir mit einem Team wie den Marines mithalten können haben wir ja bewiesen. Also auf ein Neues diesen Sonntag in Kiel.
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